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CD Reviews / Rezensionen zur CD “God Of Laughter”

“Sonja Kandels voice is amazing. I am a big fan.” (Lokua Kanza)

“I was really surprised listening to Sonja Kandels, a german singer interpreting one of my songs and dedicating another for me. She is a great talent!” (Angelique Kidjo)

Kultur Spiegel: Sonja Kandels ”God Of Laughter” (Minor Music / Inakustik)

Ihre Kindheit in Afrika prägt den Stil der Sängerin, die in Berlin Jazz und popularmusik studiert hat. Chöre aus Kamerun und Gedichte des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka verarbeitet Kandels für ihre eigenwillige Performance, bei der sie hingebungsvoll Grooves hechelt und wie eine Swing-Vokalistin scattet. Ein beachtliches Debütalbum.

FAZ: Sehnsucht nach Wärme (Norbert Krampf)

Die Sängerin Sonja Kandels spielt mit ihrem Septett Afro-Jazz in Aschaffenburg und Frankfurt. “Es geht um die magischen Momente”, findet Sonja Kandels, “wenn für die Musiker und das Publikum gemeinsam die Zeit still zu stehen scheint.” Die junge Sängerin aus Berlin weiß, wovon sie spricht, denn sie hat ihre Vision bereits hautnah erlebt, wenn auch inmitten einer archaischen, weit entfernten Kultur. Ein Studienprojekt der Hochschule für Musik Hanns Eisler brachte sie zu zentralafrikanischen Pygmäen, wo sie sich unvermittelt in paradiesische Zustände versetzt fühlte. “Die Menschen leben dort noch weitgehend in Harmonie mit sich und der Natur”, beschreibt Kandels die bedrohte Idylle der kleinwüchsigen Menschen, “selbst ihre Musik beschreibt einen natürlichen Kreislauf: Sie nehmen die Töne und Geräusche des Waldes auf und geben sie, als polyphoner Chor oder mit Perkussion, wieder an die Umwelt zurück.”

Für Sonja Kandels war das nicht die erste Begegnung in Schwarzafrika. Als Kind von Entwicklungshelfern verbrachte sie viele Jahre in Niger und Kamerun, wuchs dort mit urbanem Leben und ländlichen Traditionen auf. Den Kulturschock zurück in Deutschland kompensierte sie erst mit Malerei, dann mit Gesang. Noch während ihres Musikstudiums begann sie unter Kommilitonen nach Begleitern zu suchen, die ihre Vorstellung von afro-europäischem Jazz teilten. “Ich möchte eine Fusion erreichen, die tatsächlich für sich stehen kann”, erklärt Sonja Kandels, “intellektueller Jazz mit etwas afrikanischer Perkussion ist mir ebenso zu wenig wie die üblichen Afro-Partysounds mit einigen eingestreuten Improvisationen.” In Paris oder Brüssel ist eine solche Melange dank historisch engen Beziehungen zum schwarzen Kontinent schon lange etabliert, hierzulande finden die beiden Welten, wie Kandels selbst feststellte, schwerer zusammen.

Nach einigen Jahren im Quartett mit Hochschul-Freunden entstand letztes Jahr Kandels Debütalbum “God of Laughter”. Die Premiere wurde gleichzeitig zum Abschied, denn inzwischen ist die Band beinahe komplett neu besetzt. Für “westlichen” Jazz mit Weitblick stehen der britische Pianist Mark Reinke und der amerikanische Kontrabassist Gary Hoopengardner, beide ebenso stil- wie geschmacksichere Begleiter und Solisten. Die Brücke zum schwarzen Kontinent schlägt vor allem Schlagzeuger Daniel Schröteler, der sich schon vorher intensiv mit Rhythmen des Maghreb beschäftigte und zuweilen auf seinem gängigen Trommel-Set originäre Perkussions-Patterns simuliert. Die afrikanische Hälfte der Band führt Abdourahmane Diop an, der sich mit kehliger, leicht angerauter Stimme markante Phrasen und spritzige Trommel-Kommentare einwirft. Dazu kommen der Talking Drum- und Bougarabou-Virtuose Samba Sock und Aly Keita, dessen jazzinspirierte Balafon-Patterns in Paris seit Jahren geschätzt werden. “Diese Besetzung bietet viele Freiräume für Improvisation”, freut sich Kandels, “außerdem kann ich verschiedene Stücke auch mal im Duett oder in kleiner Besetzung spielen.”

Die starke Band verleiht der charmanten Sängerin Sicherheit, ihre durchdringenden Eskapaden gezielt einzusetzen. Mal lotet sie in dunkleren Tonlagen Blues-Stimmungen oder verleiht poetischen Balladen nachdenkliche Atmosphäre. Mal lässt sie ihre Stimme fröhlich durch sprunghafte Melodien tanzen und steigert sich in schneidende Afro-Scats. Die auf dem Album zuweilen anklingende Ambitioniertheit weicht zunehmend entspannterer Souveränität. Gleichgültig, ob es sich um Adaptionen traditioneller Lieder oder eigene Kompositionen handelt, um Lautmalereien in Fantasiesprache oder “Spoken Poetry”-Zitate von Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka.

So kommt Sonja Kandels ihrem Ideal schrittweise näher. “In Afrika ist Musik einfach allgegenwärtig und bleibt dadurch lebendig. Die Lieder sind viel direkter mit der Persönlichkeit des Musikers und seinem Alltag verbunden als in Europa.” Nebenbei spielt sie gegen hierzulande gepflegte Stereotypen afrikanischer Kultur. “Alleine in Westafrika findet sich eine unüberschaubare Vielfalt von Musik und Sprachen, die alle Respekt verdienen”, stellt Sonja Kandels fest, “und in vielem vermeintlich Fremden lässt sich überraschend Bekanntes entdecken.”(…)

General Anzeiger: Nirgendwo in Afrika (Josef Engels)

Jazz Mit ihrer Debüt- CD “God Of Laughter“, auf der vieles auf unbekümmerte Art zueiannder findet, entdeckt die in Kamerun und dem Rheinland aufgewachsenen Sängerin Sonja Kandels einen neuen Kontinent. Vielleicht sollte man mit den Baka-Pygmäen anfangen, wie ernst es Sonja kandels mit ihrer Musik ist. Vor drei Jahren reiste die Berlinerin in den Südwesten Kameruns. Sie wollte den eigenartigen Satzgesang der Pygmäen studieren. Für ihre Diplom-Arbeit an der Hanns-Eisler-Hochschule. Sechs Wochen lang verbrachte sie gewissermaßen im Busch, nahm mit ihrem Recoerder Lieder auf, von denen man sich hierzulande schwer eine Vorstellung machen kann, und kämpfte um das Vertrauen der Pygmäenfrauen. „Schon wieder so eine komische Europäerin!“, werden die sich zunächst gedacht haben. Und wiesen die junge Deutsche darauf hin, dass sie kürzlich erst einer anderen Weißen bei der Erklärung der Kräuterwelt behilflich sein mussten. Dann sang Sonja Kandels ein Stück von Cassandra Wilson, gesetzt im 6/8-Takt. Die Pygmäen waren beeindruckt. Als Kandels zu jodeln anfing, lachten sie sich kaputt. Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Partnerschaft ist auf Sonja Kandels erster CD zu vernehmen. Sie trägt den Titel „God Of Laughter“ und gehört zu den überraschendsten Tonträgern des Jazzjahrgangs 2003. Weil da vieles auf so unbekümmerte Art zueinander findet: Gedichte des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka und handgemachte Club-Beats. Volkslieder aus Togo und versponnene E-Piano-Solos. Schwebende Pygmäen-Gesänge von Diplomarbeits-Kassetten und jazzgeschulte Scat-Girlanden. Europa, Afrika und Amerika gehen hier selten verständnisvoll aufeinander zu.

Es liegt wohl an der Biographie der Bandleaderin, die für ihre Debütaufnahme ein klassisches Jazztrio, den Griot Abdourahmane Diop und den Gitarristen Arenor Anuku im Tonstudio versammelte. Ihre Kindheit, die prägendste Zeit ihres Lebens, verbrachte Sonja Kandels nämlich an Orten, die dem Mitteleuropäer hemmungslos exotisch vorkommen. Die 1969 in Prüm geborene Tochter eines Entwicklungshelfer-Paares saß in Niger im Kinderwagen, machte ihre ersten Schritte in Afghanistan und wurde in Kamerun eingeschult. Vom vierten bis zum elfeten Lebensjahr blieb sie dort, lernte die afrikanische Fabelwelt im Unterricht kennen und nahm an traditionellen Festen teil. Das ist eigentlich der buntschillernde Stoff, aus dem die Träume von Ethno-Romantikern gemacht sind. Für Kandels aber war das alles stinknormal – „die starke Natur“, wie sie sagt, „dieser Kulturzusammenhalt, der zwischen Musik, Religion und Gesellschaftsleben keinen Unterschied macht“.

Der Schock setzte ein, als die Familie zurück nach Deutschland, an den Niederrhein zog. Sie habe da kaum mehr sprechen wollen, erzählte sie. Dieses fremde Land schüchterte sie ein. Aus dem Trauma hat sie das Beste gemacht. Indem sie zunächst in Alfter Malerei studierte. Und dann, 1995, nach Berlin zog, um Jazzgesang an der Hochschule zu lernen. Man brachte ihr die Technik bei. Ihren Stil musste sie selber finden. Wer soll einem schon helfen können, wenn die eigene Musik nicht in Lehrbüchern steht, sondern nur im Kopf, als diffuses Heimweh-Gefühl existiert?

Sonja Kandels redet von der „sensiblen Verbindung zwischen Afro und Jazz“, der Sehnsucht nach Freiheit. Und auch davon, dass sie erst allmählich verstehe, was sie da überhaupt tue.

Der Hörer ihrer erstaunlichen ersten CD ahnt: Sie erzählt von Afrika. Es ist ein Kontinent, der erst noch entdeckt werden muss.

Berliner Zeitung: Volle Pulle Antilope (Torsten Wahl)

Die Berliner Sängerin Sonja Kandels ist in Kamerun aufgewachsen – und singt darüber. Zugegeben, das mit dem Kuchen liegt nahe, wenn Berliner von Kamerunern reden. Aber es stimmt: Für die meisten Berliner dürfte das Schmalzgebäck tatsächlich die erste Assoziation zu dem Staat in Westafrika sein. Da ist Sonja Kandels eine Ausnahme. Die Sängerin hat ihre Kindheit in Kamerun verbracht. Sie versäumt keinen Auftritt westafrikanischer Musiker in Berlin, geht zu Dia-Abenden über Kamerun, um Erinnerungen aufzufrischen, neue Bekannte zu finden.

Schuld an Sonjas Fernweh ist ihr Vater. Der hatte als Entwicklungshelfer in Westafrika Landwirtschaftstechnik unterrichtet und sich in seiner Freizeit für Musik interessiert. Er sammelte Instrumente und nahm die Familie mit zu Festen der Einheimischen. Seine tochter ist noch heute fasziniert von der Wucht der Rhythmen. “Dort geht nichts ohne Musik“, schwärmt sie.

Die Rückkehr nach Deutschland muss ihr wie eine Verschleppung in eine musikalische Einöde vorgekommen sein. Ihre Klassenkameraden hänselten sie wegen ihrer Zöpfe und hörten eine seltsame Musik namens „NDW“, während Sonja Kandels alte Platten von Ella Fitzgerald auflegte. Als bei einem Tanzabend Miriam Makebas “Pata Pata“ erklang, kamen ihr die Tränen: Sie fühlte sich zu Hause. Sie versuchte zunächst mit dem Malen ihre verlorene Heimat zurückzuholen, begann erst spät mit dem Singen und studierte zunächst Kunstpädagogik.

Doch dann wurde die Musik immer wichtiger, Sonja Kandels zog nach Berlin und studierte an der Hochschule Hanns Eisler Jazzgesang. Dort konnte sie Kommilitonen für ihren musikalischen Flirt zwischen westafrikanischen klängen und softem Jazz begeistern, gewann mit ihrer Band das Leipziger Nachwuchsjazzfestival. Ein Titel heißt “Volle Pulle Antilope“. Sonja kandels singt einen Text von Wole Soyinka über eine schnelle Antilope. Ihr jüngst erschienenes Album „God Of Laughter“ beweist ihre Reife und ist zugleich ein Abschluss. Denn Sonja musste sich inzwischen eine neue Band suchen, nur der Schlagzeuger hielt weiter zu ihr.

Ein treuer Begleiter ist für sie Abdourhamane Diop geworden, ein aus dem Senegal stammender Musiker, der seit 20 Jahren in Berlin lebt und mit seiner Griot Music Companie auftritt. Doch von einer echten Szene westafrikanischer Musiker in Berlin mag sie nicht sprechen: „Kein Vergleich mit Paris. Dort spielen die Stars – wir würden dort gar nicht auffallen.“ Sonja Kandels tritt mit ihrer neuen Band nur noch auf Festivals auf – vom schlecht bezahlten Tingeln durch die Berliner Jazzclubs hat sie genug. Ihren Unterhalt verdient sie sich als Gesangslehrerin.

Es fällt auf, wie spielerisch und leicht Sonja Kandels mit den Sprachen umgeht. Manche Songs singt sie in einem togolesischen Dialekt, bei anderen gehen Kisuaheli, Englisch und ein Fantasie-Gesang ineinander über. Vor zwei Jahren hatte sie die Orte ihrer Kindheit noch einmal bereist, als Musik- Anthropologin, nahm die Gesänge der Baka-Pygmäen auf, die sie zu einigen Songs inspiriert hatte.

Auch mit ihren nächsten Projekten denkt sie Richtung Westafrika. Sie will auf der Kunst-Biennale im senegalesischen Dakar mit einem Projekt Musik, Tanz und bildende Kunst vereinen.

Die Welt: Irgendwo in Afrika (Joseph Engels)

Da lachen ja die Götter: Wie die Sängerin Sonja Kandels einen neuen Kontinent entdeckt. Vielleicht sollte man mit den Baka-Pygmäen anfangen, wie ernst es Sonja kandels mit ihrer Musik ist. Vor drei Jahren reiste die Berlinerin in den Südwesten Kameruns. Sie wollte den eigenartigen Satzgesang der Pygmäen studieren. Für ihre Diplom-Arbeit an der Hanns-Eisler-Hochschule. Sechs Wochen lang verbrachte sie gewissermaßen im Busch, nahm mit ihrem Recoerder Lieder auf, von denen man sich hierzulande schwer eine Vorstellung machen kann, und kämpfte um das Vertrauen der Pygmäenfrauen. „Schon wieder so eine komische Europäerin!“, werden die sich zunächst gedacht haben. Und wiesen die junge Deutsche darauf hin, dass sie kürzlich erst einer anderen Weißen bei der Erklärung der Kräuterwelt behilflich sein mussten. Dann sang Sonja Kandels ein Stück von Cassandra Wilson, gesetzt im 6/8-Takt. Die Pygmäen waren beeindruckt. Als Kandels zu jodeln anfing, lachten sie sich kaputt. Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Partnerschaft ist auf Sonja Kandels erster CD zu vernehmen. Sie trägt den Titel „God Of Laughter“ und gehört zu den überraschendsten Tonträgern des Jazzjahrgangs 2003. Weil da vieles auf so unbekümmerte Art zueinander findet: Gedichte des nigerianischen Nobelpreisträgers Wole Soyinka und handgemachte Club-Beats. Volkslieder aus Togo und versponnene E-Piano-Solos. Schwebende Pygmäen-Gesänge von Diplomarbeits-Kassetten und jazzgeschulte Scat-Girlanden. Europa, Afrika und Amerika gehen hier selten verständnisvoll aufeinander zu.

Es liegt wohl an der Biographie der Bandleaderin, die für ihre Debütaufnahme ein klassisches Jazztrio, den Griot Abdourahmane Diop und den Gitarristen Arenor Anuku im Tonstudio versammelte. Ihre Kindheit, die prägendste Zeit ihres Lebens, verbrachte Sonja Kandels nämlich an Orten, die dem Mitteleuropäer hemmungslos exotisch vorkommen. Die 1969 in Prüm geborene Tochter eines Entwicklungshelfer-Paares saß in Niger im Kinderwagen, machte ihre ersten Schritte in Afghanistan und wurde in Kamerun eingeschult. Vom vierten bis zum elfeten Lebensjahr blieb sie dort, lernte die afrikanische Fabelwelt im Unterricht kennen und nahm an traditionellen Festen teil. Das ist eigentlich der buntschillernde Stoff, aus dem die Träume von Ethno-Romantikern gemacht sind. Für Kandels aber war das alles stinknormal – „die starke Natur“, wie sie sagt, „dieser Kulturzusammenhalt, der zwischen Musik, Religion und Gesellschaftsleben keinen Unterschied macht“.

Der Schock setzte ein, als die Familie zurück nach Deutschland, an den Niederrhein zog. Sie habe da kaum mehr sprechen wollen, erzählte sie. Dieses fremde Land schüchterte sie ein. Aus dem Trauma hat sie das Beste gemacht. Indem sie zunächst in Alfter Malerei studierte. Und dann, 1995, nach Berlin zog, um Jazzgesang an der Hochschule zu lernen. Man brachte ihr die Technik bei. Ihren Stil musste sie selber finden. Wer soll einem schon helfen können, wenn die eigene Musik nicht in Lehrbüchern steht, sondern nur im Kopf, als diffuses Heimweh-Gefühl existiert?

Sonja Kandels redet von der „sensiblen Verbindung zwischen Afro und Jazz“, der Sehnsucht nach Freiheit. Und auch davon, dass sie erst allmählich verstehe, was sie da überhaupt tue.

Der Hörer ihrer erstaunlichen ersten CD ahnt: Sie erzählt von Afrika. Es ist ein Kontinent, der erst noch entdeckt werden muss.

Triererischer Volksfreund:  Zickzack-Lebenskurs (Hans Peter Linz)

Sonja Kandels aus Prüm geht neue Jazz-Wege und verarbeitet Afrika-Erfahrung. Eine gelungene Sythese aus modernem Jazz und ursprünglicher afrikanischer Musik bietet Sonja Kandels auf ihrem Debüt-Album „God Of Laughter“.

„Solingobu“- „God Of Laughter“- „Gott des Lachens“ nennt sich Sonja Kandels Debüt-CD und dieser Titel ist Programm. Das Gedicht über die nigerianische Gottheit zeigt die Verbundenheit der gebürtigen Prümerin mit dem schwarzen Kontinent. Die kommt nicht ungefähr. Zwar wurde Sonja Kandels in Prüm in der Eifel geboren, aber schon eine Woche nach der Geburt ging es nach Niger, wo der Vater als Entwicklungshelfer arbeitete. Zwei Jahre später zog die Familie weiter nach Afghanistan, anschließend ging es nach Kamerun – ein Zick-Zack-Kurs über den afrikanischen Kontinent zeichnet die Lebenslinie von Kandels. Überkritische Psychologen würden in diesem Fall von rastloser Kindheit, von einem manifesten Entwurzelungssyndrom sprechen – aber die CD der Musikerin beweist, dass häufige Ortswechsel auch ihr Gutes haben.

„Wir waren damals viel mit Leuten von der amerikanischen Schule zusammen und auch mit Missionaren im Busch, haben traditionelle Feste gefeiert, „ erinnert sich kandels heute, Dabei habe sie schon früh die erdverbundene Musik der Afrikaner miterlebt und afrikanische Rhythmen quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Was dabei herauskommt, kann sich hören lassen. Eigene Kompositionen gehen über in traditionelle Lieder aus Togo oder Benin. Dazu passen die Gedichte des nigerianischen Literaturpreisträgers Wole Soyinka oder die Gesänge der Baka-Pygmäen. Sonja Kandels singt auf English in Suaheli und auf Ewe, einem togolesischen Dialekt und führt in ihren Arrengements traditionelle Melodien aus Afrika mit jazzigen Improvisationen zusammen. Sparsam instrumentiert, zeigen sich die Kompositionen um so eindringlicher. Das Spektrum der CD reicht von schnellen Uptempo-Nummern mit perlenden Piano-Läufen wie in „Antilope“ über rauchigen Barjazz „Senie“ bis hin zu nachdenklich-ruhigen Stücken („Joshua“). Auf der CD musizieren neben Sonja Kandels (Gesang und Arrengements) auch bekannte Gast-Musiker. Die vom Time- Magazin gar zu „America’s Best Singer“ gekürte Jazz-Sängerin Cassandra Wilson singt zum Beispiel den Titel „Sankofa“, eine afrikanische Geisterbeschwörung. Für die instrumentelle Begleitung sorgen Michael Gross (Piano), Michael Haves (Bass), Kay Lübke (Schlagzeug), Arenor Anuku (Gitarre) und Abdourhamane Diop (Percussion, Gesang).

Tagesspiegel: Weltmusik (ror)

Jazz und Afrika als organische Verbindung? Ihre Kindheit verbrachte Sonja Kandels in Kamerun, in Berlin hat sie Musik studiert. Auf ihrem Debütalbum „God Of Laughter“ (Minor Music / Inakustik) findet sie zu einer ungezwungenen Sprache, die frei ist von ethnographischer Attitüde oder übertriebener Reflexion. Zwischen markantem Groove und sanftem Minimalismus wirkt die Platte wie ein Poem, mit Balladen, die wie ein Sonnenuntergang über der Steppe glühen. Sonja Kandels jedenfalls improvisiert über Afrika, wie hier zu Lande niemand sonst. Ein kleines Meisterwerk.

Freundin

Und die in Afrika aufgewachsene Deutsche Sonja Kandels singt ihre charmanten Pop-Jazz-Folk-Songs auf „God Of Laughter“ (Minor Music) in bestem Kisuaheli.

Rezensionen zur CD: „Fortunes Arrive

Jazzpodium: (Maike Horst)

Grillenzirpen. Kinderlachen. Dunkle Wälder, Schlangen hinter dem Kühlschrank. Wilder Tanz und laute Musik. Afrika, der heiße Kontinent, der lebendige Kontinent. Afrika, wie Sonja Kandels sich an ihn erinnert.

Die 35-jährige Sängerin ist in Prüm in der Eifel geboren wuchs bis zu ihrem elften Lebensjahr erst in Afghanistan, dann in Kamerun und Nigeria auf. Mit ihrem Vater, einem Entwicklungshelfer, besuchte sie traditionelle Feste und Stammesfeiern, lernte besondere Menschen und deren besondere Musik kennen. Noch heute muss die Wahlberlinerin alle paar Jahre nach Westafrika, um „lebendige Gesichter zu sehen, Lebenslust aufzutanken, alte Freunde zu besuchen, neue Clubs und Musiker, Rhythmen, Geräusche, Geschmäcker und Bilder kennen zu lernen“, erklärt sie. Ihre Liebe zum schwarzen Kontinent ist auch auf „Fortunes Arrive“ (Minor Music), ihrer zweiten CD nach „Laughter of God“, unüberhörbar: Meisterlich mischt Sonja Kandels afrikanische Rhythmen, Themen und Gesänge mit Jazz, Funk und wohl platzierten Samples. Eigenkompositionen von Kandels und ihrem Keyboarder Mark Reinke wie das groovige „Blind in Bed“ oder der lebensfrohe „Pygmy Song“ sind dabei genauso bezaubernd wie Arrangements afrikanischer Traditionals, die großartige Bearbeitung des Jazzstandards „Speak No Evil“ von Wayne Shorter oder auch das sanft fließende, melancholische „Sometimes I Feel Like A Motherless Child“ im afrikanisch pulsierenden 12/8-Takt.

Gefühlvoll begleitet wird Kandels neben Mark Reinke von zahlreichen deutschen, afrikanischen und französischen Musikern, darunter Samba Sock (Bougarabou, Talking Drum), Kay Lübke und Felix Sabal-Lecco am Schlagzeug, Gary Hoopengardner, Armin Metz und Guillaume Juramie am Bass oder auch Aly Keita am Ballaphon. „Fortunes Arrive“: Eine Platte, die eindringlich, einfühlsam, spannend klingt, nachdenklich stimmt und irgendwie glücklich macht.

Von der Natur singt Sonja Kandels, von Nächstenliebe, Heimat, einem jungen Mädchen, das einen alten Mann heiraten soll. Wunderbare Texte, die oft der afrikanischen Folklore oder Dichtkunst wie z. B. der Sagenwelt des südwest-nigerianischen Stammes Yoruba entstammen. Da können wir naturfremden Westeuropäer uns ruhig mal an die Nase fassen und die schlichten, allgemeingültigen Wahrheiten der afrikanischen Volksstämme auf uns wirken lassen.

Und wie das wirkt: Kandels schwebt in luftige Höhen, ganz leicht und unbeschwert. Wie schon auf dem Erstlingswerk sind auch auf dem noch ausgereifteren „Fortunes Arrive“ nur die wenigsten Texte auf englisch; die Sängerin spricht zahlreiche afrikanische Sprachen, darunter Ewondo, Wollof, Baka, Bulu, Fang, Ewe und Kisuaheli. Häufig singt sie auch in einer eigenen Phantasiesprache: „Ich setze sie immer am Anfang ein, wenn ich nach einer guten Melodie suche“, erklärt sie. „Manchmal wird dieser Text später durch echte Worte ersetzt. Meistens gefallen mir aber die Originalsilben am besten.“ Und wirklich: Gerade diese improvisierten Stellen sind die schönsten und eindringlichsten der CD.

Sonja Kandels Weg zur Musik war nicht gerade. Die erste Begegnung? „Mit zwei schlug ich eine Trommel und fiel zu Boden.“ Dann lernt sie Flöte, es folgen fünf Jahre Klavierunterricht. Erst mit 19 hat sie ihre erste Gesangsstunde und versucht sich an „My Funny Valentine“ – der Lehrer rät ihr wegen ihres Asthmas vom Singen ab. Sie gibt die Musik zwar nicht auf, konzentriert sich aber mehr auf die Malerei und studiert an der Alanushochschule für bildende Kunst in Alfter bei Bonn, wo sie 1995 als Diplomkunstpädagogin abschließt. Während Kandels weiter malt und auch ausstellt, beginnt sie 1996 bei Judy Niemack an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“ ein Jazzgesangsstudium. Hier trifft sie Gleichgesinnte, die wie sie gerne Cassandra Wilson, Erykah Badu, Oumou Sangare oder Miriam Makeba hören, sie beginnt mit ihnen zu musizieren und eigene Songs zu komponieren. Mit Michael Gross (Piano), Michael Haves (Bass) und Kay Lübke (Schlagzeug) gründet sie das Sonja Kandels Quartett und gewinnt mit dieser Formation das Nachwuchsjazzfestival bei den Internationalen Jazztagen 2000 in Leipzig sowie ein Stipendium der Berliner Kulturbehörde, das es ihr ermöglicht, sechs Wochen mit einigen Sängerinnen der Baka-Pygmäen im Südosten Kameruns zu arbeiten.

„Ich habe die Baka-Pygmäen bei einem Besuch mit meinen Eltern im Busch kennengelernt. Aber erst viel später, in Berlin, hörte ich eine CD von ihrem Vokalgesang und war wie von Sinnen, als ich mich wieder an die vogelartigen, verzauberten Jodelrufe aus dem Wald erinnerte“, erzählt sie. Diese kleinwüchsigen Gottestänzer, so Kandels weiter, singen Lieder aus dem Herzen Afrikas. Sie verbreiten einen Urklang, indem sie Geräusche des Waldes aufnehmen und in ihn zurückhallen lassen – „ ein energiegeladenes Zeugnis einer noch intakten, arschaisch-soziokuluturellen) Gesellschaft“. Sie transkripierte die Gesänge und schrieb darüber ihre Diplomarbeit. Kein leichtes Unterfangen: „Es ist polyphoner Gesang, der sich immer leicht ändert. Niemals singt eine Frau allein. Die Musik macht wie im Zusammenleben der Pygmäen nur Sinn, wenn es gemeinsam getan wird. Ich habe bis jetzt für mein eigenes Musizieren nur ein Hundertstel dieser komplexen Musik kapiert und umgesetzt.“

So wandelt Sonja Kandels auf den Spuren ihres Vater und betreibt „eine Art Entwicklungshilfe für die deutsche Musikhörerschaft bzw. -industrie“: Afrikanische Musik ist mehr als die stereotypische Version von lachenden, tanzenden Trommelgruppen. „Sie ist so vielseitig und reich, war und ist bis heute Inspirationsquelle für Tausende von Musikern und Musikethnologen und verdient mehr Respekt und Anerkennung!“

Deutsche Welle: Entspannter Afro-Jazz von Sonja Kandels. Berlin (dpa)

Die auf dem schwarzen Kontinent aufgewachsene Sängerin Sonja Kandels bringt afrikanische Klänge und Weisen nach Deutschland. Auf ihrem zweiten Album gibt Kandels eine eindrucksvolle Kostprobe von Afro-Jazz. Entspannt und Spannend.

Unter anderem unterstützt von Felix Sabal-Lecco, der sein Schlagzeug schon mit Sting oder Sade gespielt hatte, oder Christian Kögel gelingt der lebenslustigen Bandleaderin mit «Fortunes Arrive» ein glücklicher Wurf. Vielseitige Rhythmen, gehaltvolle Texte und ein gelungener Stilmix sorgen für gute Laune.

Sonja Kandels musikalische Sprache ist ein Gemisch aus Wolof, Französisch, Englisch und wohl auch einigen Fantasievokabeln. Egal, das harmonische Produkt überzeugt. Das Album startet mit Muezzinen und spielenden Kindern, die Kandels selbst im Senegal aufgenommen hat. Aus einer scheinbar beiläufigen Geräuschkulisse entwickelt sich «The Opening», zu dem sie einen senegalesischen Singspruch singt.

Einer der Favoriten dieser CD ist «Sometimes I Feel Like A Motherless Child» («Manchmal fühle ich mich wie ein Kind ohne Mutter»). Voller Emotionen singt sie zu Bass, Fender Rhodes und Balafon. Und alle Lieder scheinen, einen Bezug zur Biografie der in der Eiffel geborenen und in Niger, Afghanistan und Kamerun aufgewachsenen jungen Frau zu haben.

Angesichts dieser Vita ist es verständlich, dass die Themen ihrer Lieder international sind. Im subtil groovenden «Hey Dear» beispielsweise nimmt sie sich «so neutral wie möglich» den Problemen afrikanischer Emigranten an. «Ich bekam letztes Jahr ein Stipendium, um in Paris mit allen möglichen Afro-Jazz-Musikern zu spielen Und immer wieder habe ich gemerkt, dass alle diese Leute sich ihre Zuhause in der Fremde schaffen müssen. Mehr oder weniger erfolgreich», sagt sie.

Kandels Talent ist sicher nicht nur ihre Stimme, sondern auch ihre Beobachtungsgabe für Zwischenmenschliches und ihre Umwelt, was sie gekonnt in Texte umsetzt. «Einige der Songs, und natürlich der Titel, sind Glücksbringer – nicht nur für mich», meint Kandels.

Märkische Allgemeine Zeitung: Jazz zwischen Europa und Afrika

Sonja Kandels morgen in Potsdam. Sonja Kandels ist mehr als eine Jazzsängerin. Sie zieht mit großer Stimme staunenswerte Verbindungen von hiesigen zu afrikanischen Erfahrungswelten, von Jazzstandards zu westafrikanischen Rhythmen.

Eine Woche nach ihrer Geburt war die Familie von der Eifel nach Afrika gezogen, wo der Vater als Entwicklungshelfer arbeitete. Das erste Lebensjahrzehnt verbrachte Sonja Kandels vor allem in Niger und Kamerun. Wieder in Deutschland, war sie zuerst “total verschüchtert”, aber eben auch fürs Leben inspiriert. Das Malen und die Musik boten ihr Ausdrucksmöglichkeiten. Bei der Musik ist sie geblieben.

Sie studierte an der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Jazz und Popularmusik. Im Jahr 2000 gewann sie mit ihrem Sonja Kandels Quartett den Nachwuchspreis bei den Leipziger Jazztagen. Soeben erschien ihr zweites Album “Fortunes arrive”. Ja, das Glück ist zu ihr gekommen: in Form von anregender Zusammenarbeit mit Musikern aus aller Welt, mit denen sie ein vielschichtiges und dabei wie aus einem Guss wirkendes Album aufgenommen hat. Von groovenden Perkussionsinstrumenten wie Bougarabou und Talking Drum, traditionellen Trommeln, und dem Balafon, einem Xylophon, getragen, treffen afrikanische Melodien auf zeitgenössischen Jazz mit Klavier, Bass, Gitarre und Schlagzeug. Mit ihrer höchst wandlungsfähigen Stimme singt und seufzt Sonja Kandels auf Englisch, Wolof, Französisch und manchmal in Fantasieworten. In ihren seelenvollen Stücken geht es um Sehnsucht nach Afrika, nach Heimat und um ein Gefühl von Fremdheit. Beim Hören fühlt man sich geradezu in eine Traumwelt ohne Staats- und andere Grenzen versetzt. Morgen werden’s die Potsdamer erleben. ihu

Rondo: Sonja Kandels / Fortunes Arrive: (Josef Engels)

2003 gelang der Sängerin Sonja Kandels mit ihrer Debütaufnahme “God of Laughter” eine veritable Überraschung. Vieles fand da auf überraschend-unbekümmerte Art zueinander: Gedichte des nigerianischen Literatur-Nobelpreisträgers Wole Soyinka und handgemachte Club-Beats. Volkslieder aus Togo und versponnene E-Piano-Solos. Schwebende Pygmäen-Gesänge von Diplomarbeits-Kassetten und jazzgeschulte Scat-Girlanden. Eine gelungene Kombination aus europäischer Coolness und afrikanischem Eigensinn war dieser Tonträger.

Kandels, die als Tochter eines Entwicklungshelferpaares in Kamerun aufwuchs, spinnt mit ihrer neuen CD “Fortunes Arrive” den Faden weiter, den sie auf ihrem Erstling zwischen den Kontinenten aufzog. Diesmal spielt Amerika eine größere Rolle. Wayne Shorters “Speak No Evil” steht unter anderem auf dem Programm, der Spiritualklassiker “Sometimes I Feel Like a Motherless Child” oder “The Opening” aus der Feder des kanadisch-britischen Feingeists Kenny Wheeler. Nur klingt das alles völlig unerhört. Was einerseits an der Instrumentierung liegt, die Ballaphon und Talking Drum selbstverständlich neben E-Bass und Fender Rhodes stellt, andererseits an den Arrangements, die auf 6/8-Takt-Basis für rhythmische Horizonterweiterungen sorgen. Und natürlich ist es zuvörderst Kandels eigentümlicher Gesang in Wolof, Englisch, Französisch und irgendeiner Fantasiesprache, der verblüfft. Zuweilen zerrt er aber auch ein wenig an den Nerven. Na ja, Geschmackssache.

Amazone (Jens Grummich)

Vorweg: Das Cover ist so misslungen, dass man Angst haben muss, jemand könnte diese CD aus dem CD-Regal heraus ziehen und fragen, ob man die letzte CD in den Achtzigern gekauft hätte. Das Dumme dabei, es ist eine wirklich gute Afro-Jazz-CD, was einem dann eh nicht geglaubt wird. Aber, es ist wahr.

Gleich das nächste Problem. Afro-Jazz? Aber: Mittlerweile hat sich die “Weltmusik” dahin entwickelt, dass sie durchaus salonfähig geworden ist. Nicht mehr nur für batik-gefärbte Hemden tragende Pädagogen, sondern auch für Menschen, die nicht nur auf eine Musikrichtung gepolt sind. Und für all diese Menschen ist die CD “Fortunes Arrives” von Sonja Kandels eine Goldgrube.

Also: Klartext. Diese CD ist nicht nur eine wirklich Jazz-Perle, sie versteht es auch, afrikanische Eindrücke entspannt mit musikalischem Können zu verbinden. Dabei driftet Sonja Kandels nicht in anstrengendem Free-Jazz oder allzu afrikanische Rituale ab, sondern findet eine hörbare Verschmelzung zwischen den Welten, auf ganz entspannte Weise. So stehen dann die afrikanischen Einflüsse zwar im musikalischen Vordergrund, sind aber dennoch nicht nur beherrschendes Wesen, das die Qualität der Musik bestimmt.

Wer also etwas lernen möchte, von einer Person mit einer schönen Stimme, guten Jazz hören mag, sich nicht scheut vor neuen musikalischen Eindrücken und ein wenig Zeit hat, sich “Fortunes Arrives” auch zweimal anzuhören, dem sollte diese CD wirklich ans Herz gelegt werden.

MDR: Sonja Kandels, Fortunes Arrive. Minor Music MM 801114 (inakustik) (Bert Noglik)

Aus der eigenen Vita, dem eigenen Erleben schöpfend, gelingt der Sängerin eine Symbiose aus afrikanischen Traditionen und zeitgenössischen Klangvorstellungen.